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Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts

Rezension von Andreas Wehr, erschienen am 13.03.2019 in den Marxistischen Blättern, 1_2019

Werner Rügemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. Gemeinverständlicher Abriss zum Aufstieg der neuen Finanzakteure. PapyRossa Verlag Köln 2018. 360 S. , 19,90 Euro, ISBN 978-3-89438-675-7

Hätten nur 18 der 999 abstimmenden Delegierten auf dem CDU-Parteitag am 7./8. Dezember 2018 anders entschieden, so wäre nicht Annegret Kramp-Karrenbauer sondern Friedrich Merz, Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschlandsparte des US-Finanzakteurs BlackRock, an die Spitze der CDU gewählt worden. Kaum ein anderer Vorgang illustriert deutlicher als diese Personalentscheidung wie sich die Organisationsform des deutschen Kapitalismus verändert hat. Die sogenannte „Deutschland-AG“ gehört der Vergangenheit an. Sie war ein Netzwerk von Banken und Monopolunternehmen, in deren Mittelpunkt sich die Deutsche Bank befand. Ihre Macht ist mittlerweile Geschichte, sie gehört inzwischen selbst zu einem guten Teil BlackRock.

BlackRock & Co

Neue, weitgehend anonym agierende internationale Kapitalorganisationen beherrschen die Szene. BlackRock ist die bekannteste unter ihnen. In Deutschland ist sie „größter Einzelaktionär von Bayer und Siemens. Zweitgrößter Aktionär ist sie bei SAP und der Deutschen Bank.“[1] Und „in der Rangliste der größten Aktionäre von Daimler liegt BlackRock mit einem Anteil von 5 Prozent auf Platz 3.“[2]

In seinem Buch Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts beschreibt Werner Rügemer global agierende Finanzakteure, deren Aufstieg zur Herausbildung eines „neuen Kapitalismus“ (12)[3] geführt hat. Der Autor bringt zunächst Ordnung in die verschiedenen Klassen und Gruppen: „1. Die mächtigsten unter ihnen sind die Kapitalorganisationen vom Typ BlackRock. 2. Die zweite Liga besteht bisher aus den Investoren vom Typ Private Equity (῾Heuschrecken῾), Hedgefonds und Wagniskapital. 3. Unterschiedliche Rollen spielen elitäre Investmentbanken, Privatbanken und die traditionellen Großbanken. 4. Von diesen Finanzakteuren gefördert und mitgestaltet werden die fünf ῾apokalyptischen Reiter des Internets῾: Google, Apple, Microsoft, Facebook, Amazon (…). 5. Schließlich die jüngste Generation, die noch schneller aufsteigenden Unternehmen der digitalen Plattform-Ökonomie vom Typ Uber, Deliveroo, Parship/Elitepartner, Upwork, Flixbus.“ (12)

Beginnen wir bei den großen Kapitalorganisatoren, bei BlackRock und Co. Bei ihnen sammelt sich „das Kapital der transnationalen kapitalistischen Klasse. (…) Das Kapital kommt zum allergrößten Teil von jenen, die schon sehr viel Kapital haben und es mit neuen Methoden möglichst noch schneller verwerten wollen als bisher. Deshalb überlassen weltweit Unternehmens-Erben, Unternehmensclans, Unternehmer, Unternehmens- und Bankenvorstände und –aufsichtsräte, Geschäftsführer, Unternehmensstiftungen, Milliardäre und Millionäre ihr flüssiges Kapital vertrauensvoll BlackRock. (…) Ab 50 Millionen, besser noch ab 100 Millionen ist man dabei. Auch traditionelle Banken, Versicherungen, Zentralbanken, Unternehmens-Finanzabteilungen, Pensionskassen vertrauen BlackRock Kapital an.“ (17f.) Die Tatsache, dass auch Pensionskassen darunter sind, ließ den Chef und Mitgründer von BlackRock, Larry Fink, in einer Charmeoffensive zugunsten seines Angestellten Friedrich Merz das Unternehmen als „῾Treuhänder der Ersparnisse vieler Millionen Menschen weltweit῾“ darstellen: „Dazu gehörten Arbeiter und Angestellte ebenso wie Unternehmer und Rentner.“[4]

Doch die Realität sieht weniger idyllisch aus: „Schon im Jahr 2012 war BlackRock gleichzeitig Großaktionär in 282 der 300 größten westlichen Kapitalgesellschaften.“ (55) Mittlerweile ist BlackRock „Miteigentümer in 17.309 Unternehmen, Banken und anderen Kapitalorganisationen weltweit.“ (55) In Deutschland sind es vor allem die 30 Dax-Konzerne an denen die Organisation beteiligt ist. Darunter finden sich alle großen Namen: Deutsche Post, Münchener Rück, Allianz, Bayer, BASF, Bayer, Siemens, Deutsche Telekom, Lufthansa, Daimler, BMW, Volkswagen u. a.. Die Größe der Beteiligungen schwankt zwischen 8,3 und 1,49 Prozent.

BlackRock ist mit einem Vermögen von 6,40 Billionen Dollar die größte dieser neuen Kapitalorganisationen und zugleich die älteste, 1988 wurde sie in New York gegründet. Inzwischen gibt es viele weitere. Im Buch werden die wichtigsten 20 aufgelistet, darunter solche mit phantasievollen Namen wie „State Street“, „Wellington", „Fidelity“ und „Prudential“. Die größten neun haben ihren operativen Sitz in den USA, nur fünf der zwanzig kommen nicht von dort, darunter drei französische. Auch Staatsfonds arbeiten nach dem Prinzip von BlackRock: Aus den erdölreichen Ländern Kuweit, Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien und Norwegen. Und so spricht der Autor stets von „BlackRock & Co“. Es handelt sich also um ein Geschäftsmodell, dessen sich inzwischen auch traditionelle Banken bedienen.

Angesichts der vergleichsweise geringen Anteile von BlackRock & Co an den Unternehmen fragt sich, worin eigentlich deren außerordentliche Macht besteht. Nach Rügemer folgt sie aus der Tatsache, dass sie über ein ganzes Arsenal von Instrumenten verfügen, mit denen sie die Unternehmen lenken: „BlackRock & Co wissen über alle wichtigen Unternehmen Bescheid, auch über die Konkurrenz in derselben Branche. (…) BlackRock & Co sind Miteigentümer der Rating-Agenturen, die die Kreditkonditionen der Unternehmen und Staaten festlegen. Die Unternehmen sind gleichzeitig von Dienstleistungen abhängig, die BlackRock & Co erbringen (Risikoanalysen, Finanzmanagement). BlackRock & Co beeinflussen die Wertermittlung der Unternehmensaktien und setzen damit auch die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder unter Druck, deren Leistung am Aktienwert gemessen wird (…). Und schließlich koordinieren vor allem die drei größten Kapitalorganisationen - BlackRock, Vanguard, State Street -, auch genannt Big Three, ihr Abstimmungsverhalten bei den Aktionärsversammlungen und ihre sonstigen Maßnahmen.“ (30f.) Die neuen Kapitalorganisationen können zudem nachhaltigen Einfluss auf die Entscheidungen von Staaten und internationalen Organisationen nehmen: „So beriet und berät BlackRock die EZB beim Programm zum Ankauf von Unternehmens- und Staatsanleihen. BlackRock organisierte im Auftrag der Europäischen Kommission den Stresstest für die 39 größten Banken in der EU in denen BlackRock vielfach selbst Miteigentümer ist. BlackRock erstellte die Risikoanalysen für die Bankenrettungen in Irland, Griechenland, Großbritannien und Zypern.“ (61) Erst aus der Kombination dieser Einflussmöglichkeiten ergibt sich die Macht von BlackRock & Co. 

Private Equity – die „Verwerter“

Das Geschäftsmodell der Private Equity (PE), auf Deutsch Beteiligungsgesellschaften, speist sich, im Unterschied zu BlackRock & Co, vornehmlich aus den Vermögen einer niedrigeren Klasse von Reichen: „Es sind nicht die Ultra High Net Worth Clients, sondern nur die High Net Worth Clients, also ohne Ultra. Sie bringen im Durchschnitt bei einer Einlage nicht 50 bis 100 Millionen Dollar oder Euro auf, sondern vielleicht 5 bis 50 Millionen.“ (63) Eine der größten PEs ist Blackstone, in der Larry Fink sein Handwerk erlernte bevor er BlackRock gründete.

Bei den PEs handelt es sich um jene „Heuschrecken“ von denen Franz Müntefering einmal sprach: „Gekauft werden nicht die großen Aktiengesellschaften, sondern lukrative Mittelstands- und Familienunternehmen. (…) Es geht diesen Investoren nicht darum, marode Firmen auszuweiden oder zu sanieren, sondern sie suchen sich Schmuckstücke heraus, um sozusagen aus Silber Gold zu machen.“ (63) „Nach dem Kauf beginnt der ῾Verwertungszyklus῾. Er soll maximal sieben Jahre dauern: Die Gewinne entstehen erstens durch Abbau von Arbeitsplätzen, Lohnkürzungen, Kürzung von übertariflichen Leistungen, durch Mehrarbeit bei gleichem Lohn, durch vermehrten Einsatz von Leiharbeitern und durch Auslagerung (outsourcing). Zweitens können Teile des Unternehmens, etwa Immobilien, verkauft werden. Drittens wird auch an der ῾Steueroptimierung῾ gearbeitet, etwa durch Gründung einer Holding in einer Finanzoase, in die der rechtliche und Steuerbesitz verlagert wird.“ (65)

Der Autor präsentiert in Beispielen, wie Private Equity Firmen vorgehen. Dabei ist kaum ein mittelständisches Unternehmen vor ihnen sicher. Die Liste der Opfer reicht in Deutschland vom Steakhaus Maredo, über den Armaturenhersteller Grohe, den Autobahnservicedienst Tank & Rast, DURA Automotive Systems, den Turbinenhersteller MTU, die Siemens-Tochter Nixdorf, das Duale Müllverwertungssystem, die Bosch-Tochter Telenorma und WMF bis zu der einst von Ludwig Erhard mitbegründeten Gesellschaft für Konsumforschung. Ein besonders lukratives Geschäftsfeld ist das Gesundheitswesen. Hier kauft etwa die niederländische PE Waterland eine Rehaklinik nach der anderen auf und fasst sie in dem Unternehmen Median zusammen. Die Liste der vom Autor zusammengestellten Unternehmen enthält aber „nur eine winzige Auswahl aus den etwa 10.000 Transaktionen seit Ende der 1990er Jahre in Deutschland". (100)

Nach getaner Arbeit hinterlassen die Heuschrecken ausgeweidete Unternehmen: Mit hohen Krediten der PEs belastet, das Aktivvermögen - etwa Immobilien – verkauft, die Belegschaften mit verlängerten Arbeitszeiten und gekürzten Löhnen konfrontiert und Leiharbeit sowie Teilzeitbeschäftigung, die Einzug gehalten haben. Betriebsräte, wenn überhaupt noch vorhanden, sind zermürbt.

Hedgefonds – die „Plünderer“

Eine weitere Gruppe der neuen Kapitalorganisationen sind die Hedgefonds: Sie "arbeiten wie BlackRock und Blackstone ebenfalls mit dem Kapital vermögender Kunden, Stiftungen und mit zusätzlichen Bankkrediten. Sie sind allerdings auf ganz punktuelle Eingriffe in Einzelunternehmen und auf gezielte, zeitlich begrenzte Einzelspekulationen mit Aktien, Unternehmens- und Staatsanleihen, Rohstoffen und Devisen spezialisiert." (118) Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden ist der Hedgefonds-Betreiber George Soros. Die „Wadenbeißer“,  wie sie in der Wirtschaftspresse genannt werden, „kaufen schnell verdeckt Aktienpakete in Konzernen, die vor der Aufspaltung oder Fusion stehen, spielen das Zünglein an der Waage und lassen sich dann von den Großen entlohnen.“ So verfährt etwa der Hedgefonds Elliot gegenwärtig bei ThyssenKrupp. Selbst an Giganten wie Ebay wagt sich Elliot heran. Nachdem es ein Aktienpaket des Internethändlers erworben hatte, forderte Elliot Ebay umgehend auf, „größere strategische Weichenstellungen“ vorzunehmen. Das Unternehmen „habe Chancen verpasst und Marktanteile an Amazon verloren, Änderungen seien dringend notwendig“[5] erklärte man.

Werner Rügemer führt zahlreiche Beispiele dafür an, wie das rücksichtslose Vorgehen der neuen Kapitalorganisationen in das Leben der Betroffenen eingreift. Etwa bei der Steakhauskette Maredo, wo Belegschaften, durch „zivile Privatarmeen des Investors“ (87), durch Security und Anwaltskanzleien eingeschüchtert und demoralisiert und Betriebsräte herausgemobbt wurden. Bei der Beschreibung greift der Autor auf seine Erfahrungen zurück, die er in der „Aktion gegen Arbeitsunrecht“ - deren Mitbegründer er ist - gesammelt hat. Beschrieben wird Klassenkampf in seiner reinsten Form.

Der „kommunistisch geführte Kapitalismus“ als Gegenmodell

Die Übernahme von Unternehmen bzw. die Beteiligung an ihnen kann aber auch anders aussehen. Gezeigt wird das in dem Abschnitt über den „kommunistisch geführten Kapitalismus“ in China: „Seit und nach der westlichen Finanz- und Wirtschaftskrise von 2007 kauft China Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen verstärkt in den zentralen kapitalistischen Staaten, in den USA und in der EU. (…) Die Aufkäufe haben nicht das Ziel, wie bei den US-Finanzinvestoren, bestehende Substanz zu verwerten und schnellen und hohen Profit herauszuholen. Vielmehr sollen die chinesische Volkswirtschaft und die chinesischen Unternehmen modernisiert, komplettiert werden.“ (296)

Besonderes Aufsehen erregt hat hier der Kauf des größten deutschen Roboterherstellers Kuka durch das chinesische Unternehmen Midea: „Im Unterschied zu Blackstone &Co bürden die chinesischen Käufer den gekauften Mittelstandsfirmen nicht die Kaufkredite auf. Die Chinesen belassen die bisherige Geschäftsführung im Amt, geben langfristige Garantien für die Arbeitsplätze und eröffnen einen großen Markt in China. (…) Selbst die chinakritische Bertelsmann-Stiftung bescheinigt den chinesischen Investoren: Sie ῾bringen frisches Kapital ins Land, schaffen und erhalten Arbeitsplätze … (sie bedeuten) langfristiges Bekenntnis zum Standort, Beschäftigungsgarantien und verbesserten Zugang zum chinesischen Markt.“(300)

Ein „neuer Kapitalismus“?

Es stellt sich Frage, ob wir es bei den beschriebenen großen Kapitalorganisationen des Westens mit einem „neuen Kapitalismus“ (12) zu tun haben? Der Autor geht davon aus. Doch die Antwort kann nicht so eindeutig gegeben werden. Es stimmt zwar, dass die bloße Verwertung bereits bestehenden Produktivvermögens immer wichtiger und schöpferische Innovationen wie langfristige Unternehmensstrategien immer unwichtiger werden. Erst sie aber bringen neue Produkte hervor und sorgen für Erfolge auf den Märkten.

Doch neu ist diese Entwicklung nicht. Bereits Lenin hatte das Vordringen des „Wuchers“ bzw. des „Rentners“ im Sinne des Rentiers beschrieben. Im Ergebnis führt dies zu „Fäulnis“ und „Parasitismus“.[6] Und stellen die neuen Kapitalorganisationen nicht eine Wiedereinsetzung der zentralen Machtstellung des privaten Eigentums im kapitalistischen Produktionsprozess dar? Es sind die Superreichen und Reichen, die sich mit ihrer Hilfe im großen Stil das Eigentum des produktiven Kapitals aneignen. Die Organisationen handeln in ihrem Auftrag, sind willige Treuhänder ihrer Interessen. Kann das Management der betroffenen Unternehmen nicht die erwarteten Profite erwirtschaften, so werden sie rücksichtslos entmachtet. Die eigentliche Triebkraft der privaten Eigentümer wird dabei in aller Klarheit sichtbar. Es lässt sich in einem einzigen Wort zusammenfassen: Gier.

Sozialdemokraten und Gewerkschaften hatten lange Zeit die Hoffnung, dass die nackte Herrschaft des Privateigentums überwunden sei. Im Godesberger Programm der SPD von 1959 hieß es: „In der Großwirtschaft ist die Verfügungsgewalt überwiegend Managern zugefallen, die ihrerseits anonymen Mächten dienen. Damit hat das Privateigentum an den Produktionsmitteln hier weitgehend seine Verfügungsgewalt verloren.“[7] Das aber war eine Illusion. Die Eigentumsfrage ist heute auf die Tagesordnung zurückgekehrt.

Werner Rügemer ging es in seinem Buch nicht darum, den bereits reichlich vorhandenen Theorien über den gegenwärtigen Kapitalismus eine weitere Version hinzuzufügen. Er berichtet vielmehr über die alltägliche Praxis in den westlichen Kapital-Demokratien. Dazu hat er viele Informationen zusammengetragen. Seine Quellen sind Unternehmensmitteilungen, Geschäftsbilanzen, Artikel aus der Tages- und Wirtschaftspresse und nicht zuletzt Gespräche mit Akteuren der Kapitalorganisationen selbst. Auf diese Weise entstand ein Panorama des gegenwärtigen Kapitalismus, das die Linken zur Kenntnis nehmen müssen, wollen sie definieren wie eine gesellschaftsverändernde Praxis heute aussehen kann.



[1] Blackrock-Chef Larry Fink geht für Merz in die Offensive, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) vom 21.11.2018

[2] Groß, größer, Blackrock, in: FAZ vom 01.11.2018

[3] Die Zahlen in Klammern verweisen auf die jeweiligen Seiten im Buch.

[4] Blackrock-Chef Larry Fink geht für Merz in die Offensive, a.a.O.

[5] Hedgefonds Elliot nimmt Ebay ins Visier, in: FAZ vom 23.01.2019

[6] Lenin, Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus, in Lenin-Werke Band 22, S.280ff.

[7] Protokoll der Verhandlungen des Außerordentlichen Parteitages der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands vom 13.-15. November 1959 in Bad Godesberg. Herausgeber: Vorstand der SPD, S. 20