Andreas Wehr - Newsletter November 2015

Die Nation und die Linke

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Flüchtlingskrise ist es für die gesellschaftliche Linke entscheidend, sich Klarheit über die aktuelle Bedeutung der Nation zu verschaffen. Die Nation darf weder – wie es die Anarchisten tun - negiert werden, noch darf sie als ein Bestandteil der alten, zu überwindenden Gesellschaft abgetan werden.

 

Zum modernen Nationalstaat gehört das Recht der in ihm lebenden Bevölkerung, darüber zu entscheiden, wer in ihn einwandern darf. Kein Volk der Erde wird auf Dauer eine ungesteuerte Zuwanderung hinnehmen, wie es gegenwärtig in Deutschland der Fall ist. Zum modernen Nationalstaat gehören auch Grenzen. Wer heute in der Linken dem traditionellen Slogan der Freihändler „No Nation – No Border“ folgt, trägt dazu bei, den historischen Fortschritt rückgängig zu machen, den die Herausbildung der nationalstaatlichen Ordnung in den letzten 200 Jahren darstellt. Der unterstützt die neoliberalen Globalisierer, die nationalstaatliche Souveränitätsrechte schwächen und schließlich beseitigen wollen. 

 

In dem Artikel „Die Bedeutung der Nation für eine revolutionäre Strategie“ beschreibe ich die Aufgabe der Arbeiterbewegung, sich der fortschrittlichen Elemente der Nation anzunehmen und sie neu zu gestalten. Am Beispiel des Eintretens der österreichischen Kommunisten für die Nation in den 1930er Jahren stelle ich in einem weiteren Artikel dar, wie kompliziert dieser Kampf im Einzelnen sein kann. Heute würde man dieses Vorgehen als „Querfront“ diffamieren.

 

In diesem Newsletter findet sich des Weiteren eine Rezension des Buches „Die Wahrheit über Griechenland, die Eurokrise und die Zukunft Europas. Der Propagandakrieg gegen Syriza“ von Giorgos Chondros.

 

Viel Spaß beim Lesen!

Andreas Wehr

 

Die Bedeutung der Nation für eine revolutionäre Strategie

Ein Beitrag zu einer heute wieder aktuellen Debatte.

Der Kampf der österreichischen Kommunisten um die Nation

Oft heißt es, die KPÖ habe die österreichische Nation überhaupt erst erfunden. Stimmt das?

Auf Illusionen gegründet

Rezension des Buches "Die Wahrheit über Griechenland, die Eurokrise und die Zukunft Europas" von Giorgos Chondros.

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